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Primus praktisch fluorfrei

Seit 2023 hat Primus mit der fortlaufenden Umstellung auf fluorfreie Feuerlöscher begonnen.

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fluorfreie Feuerlöscher sind aktuell allgegenwärtig
fluorfreie Feuerlöscher

Zulassung und Einsatz von Löschmitteln, welche die Ozonschicht abbauen, werden in der Schweiz durch Anhang 2.11 der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV) geregelt. Dieser Anhang wurde 2019 dahingehend verändert, dass ein Verwendungsverbot beschlossen wurde. Dieses Verbot ist seit 1. Juni 2024 in Kraft und betrifft im Wesentlichen Halone, welche ein massiv höheres Zerstörungspotential als Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) besitzen. Aber auch ein Fluorverbot ist absehbar. Für Feuerwehren ist der Einsatz bei Übungen von fluorhaltigen Löschmitteln bereits verboten.

Primus proaktiv

«Ein solches Verbot ist aufgrund von Nachhaltigkeitsüberlegungen auch richtig», sagt Christian Zurbuchen, Leiter Einkauf am Hauptsitz der PRIMUS AG in Lyss. «Deshalb haben wir bereits 2023 damit begonnen unsere Löschmittel auf fluorfrei umzustellen. Heute sind rund 95 % unserer Feuerlöscher fluorfrei».

  • WN6/9FF
  • WN6/9 F-Li
  • WN3FF
  • FBI 6FF
  • SP6/9FF
  • WN6/9FF-25
  • LW50FF
  • LW50FF-25

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SP6FF der 6 Liter Schaumlöscher ist bereits seit einiger Zeit lieferbar.
Polyvalente Füllungen

«Polyvalente Füllungen sind noch in der Testphase», erläutert Zurbuchen weiter. Aktuell findet sich auf dem Schweizer Markt für diese Produktkategorie noch keine definitive Lösung, die den geforderten Kriterien entspricht. «Unser erklärtes Ziel ist es aber, dass alle unsere Feuerlöscher in naher Zukunft komplett fluorfrei sein werden.»

PFOS, PFOA, PFAS – Stand der Dinge

Löschmittel mit Perfluoroctansulfonate (PFOS) dürfen seit 2004 nicht mehr produziert und seit 2011 auch nicht mehr eingesetzt werden. Die Verwendung von Perfluoroctansäure (PFOA) ist seit 2012 nur noch in schwächerer Konzentration erlaubt; und seit 2020 dürfen Mittel mit der älteren, höheren Konzentration nicht mehr eingesetzt werden. PRIMUS Schaummittel sind bereits seit 2007 PFOS-frei und den neuen PFOA-Konzentrationen angepasst.

Die Europäische Union verfolgt eine weitreichende Einschränkung bzw. ein Verbot von PFAS. Ziel ist es, die Verwendung dieser persistenten Stoffgruppe drastisch zu reduzieren, um Umwelt und Gesundheit besser zu schützen. Aufgrund dieses Verbots hat sich die Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV) per 29.10.2025 geändert:

Ab 2026 dürfen keine neuen tragbaren Schaumlöscher mit PFAS auf den Markt kommen.

Bis Ende 2030 müssen alle bestehenden PFAS-Löschmittel ersetzt oder entsorgt werden.